Alte Übersetzungen 1 Studie
Handschriften und Kodizes 2 Studien
Übersetzung des Neuen Testaments 1 Studie
Moderne Übersetzungen 2 Studien
Biblische Chronologie 4 Studien
Geschichte des Christentums 3 Studien
Übersetzung und Verbreitung der Heiligen Schrift 1 Studie
Die Tora 1 Studie
Alte Übersetzungen
Schon in den ersten Jahrhunderten wurde die Bibel in viele Sprachen übersetzt, um Gemeinschaften zu erreichen, die weder Hebräisch noch Griechisch lasen. Dieses Thema versammelt die Artikel zu den großen alten Übersetzungen: der griechischen Septuaginta, der lateinischen Vulgata, der syrischen Peschitta, den koptischen Übersetzungen und anderen Übertragungen, die das Verständnis der Heiligen Schrift über Jahrhunderte geprägt haben.
Diese Übersetzungen sind keine bloßen sprachlichen Übungen: Sie spiegeln theologische Entscheidungen, kulturelle Zusammenhänge und Lehrdebatten ihrer Zeit wider. Manche haben die Entstehung des Kanons und die Auslegung wichtiger Stellen maßgeblich beeinflusst. Sie sind außerdem eine wertvolle Quelle für Fachleute, die verlorene Handschriften rekonstruieren wollen.
Über die alten Übersetzungen zu lesen heißt zu verstehen, wie die Bibel Kulturen und Jahrhunderte durchquert hat, und die Fragen zu erfassen, die sich bis heute bei jedem Übersetzungsvorhaben stellen.
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BIB004
Die Übersetzung der Septuaginta
Der Artikel behandelt die Übersetzung der Septuaginta, einer griechischen Fassung der Hebräischen Bibel aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. für griechischsprachige Juden. Die in Alexandria entstandene Septuaginta hat die ersten Christen stark beeinflusst. Sie enthält verschiedene biblische Bücher und wurde von König Ptolemäus II. angeregt.
Handschriften und Kodizes
Vor dem Buchdruck wurde die Bibel in Tausenden von handgeschriebenen Abschriften überliefert, auf Papyrus und dann auf Pergament, zuerst als Schriftrollen, dann als Codices. Dieses Thema führt den Leser in die faszinierende materielle Geschichte des biblischen Textes ein: wie diese Dokumente hergestellt, aufbewahrt, wiederentdeckt und von Fachleuten untersucht wurden.
Die zugehörigen Artikel erkunden die großen Handschriftenfamilien, die Textunterschiede zwischen ihnen und die Methoden der Textkritik, mit denen man zum ursprünglichen Text zurückgelangen kann. Behandelt werden auch bedeutende archäologische Entdeckungen, die das Verständnis mancher Stellen erneuert haben.
Dieser Weg wird besonders diejenigen interessieren, die sich fragen, worauf die Verlässlichkeit der modernen Übersetzungen beruht und wie Forscher die Überlieferung der Heiligen Schrift über die Jahrhunderte beurteilen. Ein konkreter Blick auf den Weg, den das Wort Gottes bis zu uns zurückgelegt hat.
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BIB005
Die Suche nach den Handschriften
Der Artikel untersucht die biblischen Codices, wichtige Handschriften für die Bewahrung der biblischen Texte. Er stellt bedeutende Beispiele von Codices vor, ihre Bedeutung für die Überlieferung der Schrift und das Fehlen historischer Informationen über die ersten Handschriften.
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BIB006
Die Schriftrollen vom Toten Meer
Der Artikel schildert die Entdeckung der Schriftrollen vom Toten Meer bei Qumran. Diese in den 1940er Jahren von einem Beduinen entdeckten Rollen haben das Verständnis der biblischen Texte revolutioniert. Die Bekanntmachung verzögerte sich aus politischen und technischen Gründen, doch diese Handschriften werfen einzigartiges Licht auf die alten Texte.
Übersetzung des Neuen Testaments
Das Neue Testament ist uns in antikem Griechisch überliefert, einer Sprache, die nur sehr wenige moderne Leser beherrschen. Die Übersetzung dieser grundlegenden Texte ins Französische — und in andere Sprachen — ist eine gewaltige Arbeit an der Schnittstelle von Sprachwissenschaft, Theologie und Geschichte. Dank dieser Arbeit können Millionen von Gläubigen unmittelbar Zugang zu den Worten Jesu, den Briefen des Paulus und den Berichten der Apostelgeschichte finden.
Hinter jeder übersetzten Version stehen entscheidende Entscheidungen: Welche griechische Handschrift legt man zugrunde? Wie gibt man einen theologischen Begriff wieder, ohne ihn zu verfälschen? Soll man der wörtlichen Treue oder der Klarheit des Sinns den Vorzug geben? Gestalten wie Louis Segond oder Augustin Crampon haben die Geschichte der Bibel auf Französisch nachhaltig geprägt, und ihre Methoden beeinflussen bis heute die zeitgenössischen Übersetzungen.
Dieses Thema ermöglicht es, konkret zu erkunden, wie die Evangelien, die Briefe und die Offenbarung die Jahrhunderte bis in unsere Hände durchquert haben, durch alte Handschriften, aufeinanderfolgende Überarbeitungen und bisweilen lebhafte Debatten unter Fachleuten. Ein unverzichtbarer Einstieg für alle, die die Bibel mit aufgeklärtem Blick lesen möchten.
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BIB007
Die Schriften des Neuen Testaments und ihre Übersetzung
Der Artikel behandelt den Ursprung und die Übersetzung der Schriften des Neuen Testaments. Er untersucht die griechischen Handschriften und verschiedene kritische Ausgaben sowie ihre Bedeutung für die Genauigkeit moderner Übersetzungen.
Moderne Übersetzungen
Seit dem 16. Jahrhundert und dem Aufschwung des Buchdrucks sind Dutzende moderner Bibelübersetzungen in fast allen Sprachen der Welt entstanden. Dieses Thema untersucht die Grundsätze, die diese Übersetzungsvorhaben leiten: Treue zum Ausgangstext, Zugänglichkeit für den heutigen Leser, die Wahl zwischen wörtlicher und dynamischer Übersetzung.
Die hier zusammengestellten Artikel vergleichen verschiedene französische und internationale Bibelübersetzungen, erklären die zugrunde liegenden Textgrundlagen und erörtern die Debatten, die manche Übersetzungsentscheidungen in christlichen Gemeinschaften auslösen. Behandelt wird auch die Frage, welche Übersetzung sich je nach Verwendungszweck empfiehlt: vertieftes Studium, persönliche Andacht oder Predigt.
Dieser Weg ist wertvoll für jeden Leser, der verstehen möchte, warum zwei Bibeln nicht immer genau dasselbe sagen und wie man eine Version wählt, die den eigenen Bedürfnissen entspricht. Die Übersetzung ist alles andere als ein technisches Detail, sie steht im Herzen der lebendigen Weitergabe der biblischen Botschaft.
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BIB014
Die Bibel im Angesicht der KI
Der Artikel erörtert, wie künstliche Intelligenz die Bibelübersetzung verändern könnte, und hebt zugleich die sprachlichen und kulturellen Herausforderungen beim Übersetzen alter Texte hervor. Er befasst sich auch mit der Übersetzung der Segond 21, die Texttreue und moderne Sprache miteinander verbindet.
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LGH004
Augustin CRAMPON
Der Artikel beleuchtet das Leben von Augustin Crampon, der für seine Bibelübersetzung berühmt ist. 1851 zum Priester geweiht, studierte er bei Arthur Le Hir und wurde ein Kenner der biblischen Sprachen. Seine Übersetzung, die 1904 nach seinem Tod erschien, bleibt eine bedeutende katholische Referenz.
Biblische Chronologie
Die biblische Chronologie versucht, die Ereignisse der heiligen Texte in die historische Zeit einzuordnen: Wann wurde Jesus geboren? Wann hat er seinen Dienst begonnen? An welchem Datum fand die Kreuzigung statt? Diese scheinbar technischen Fragen haben erhebliche theologische und historische Folgen.
Sie erfordert auch, die verschiedenen Systeme der Zeitmessung zu vergleichen, die in der Antike verwendet wurden: den jüdischen, den römischen und den julianischen Kalender, die Zählung der Stunden, die Regierungsjahre der Herrscher. Die scheinbaren Abweichungen zwischen den Evangelien — über die Stunde der Kreuzigung, über das Datum des letzten Passafestes — klären sich oft durch diese Kalenderunterschiede.
Dieser Abschnitt versammelt die Artikel, die sich diesen Fragen widmen: die Datierung der Geburt Jesu, die Stammbäume Jesu, die 70 Wochen Daniels, die johanneische Chronologie und ihr Verhältnis zu den Synoptikern. Ein anspruchsvolles Gebiet, das aber zu einer genaueren und besser informierten Lektüre der gesamten Heiligen Schrift beiträgt.
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CHR003
Der jüdische Kalender
Dieser Artikel untersucht den jüdischen Kalender, der für das Verständnis der Chronologie der biblischen Ereignisse wesentlich ist. Er gehört zu einer Reihe, die die Prophezeiung Daniels erforscht.
Daniel 9.24-27 (Lutherbibel 1912) :Siebzig Wochen sind bestimmt über dein Volk und über die heilige Stadt, so wird dem Übertreten gewehrt und die Sünde abgetan und die Missetat versöhnt und die ewige Gerechtigkeit gebracht und die Gesichte und Weissagung versiegelt und ein Hochheiliges gesalbt werden.So wisse nun und merke: von der Zeit an, da ausgeht der Befehl, daß Jerusalem soll wieder gebaut werden, bis auf den Gesalbten, den Fürsten, sind sieben Wochen; und zweiundsechzig Wochen, so werden die Gassen und Mauern wieder gebaut werden, wiewohl in kümmerlicher Zeit.Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und nichts mehr sein. Und das Volk eines Fürsten wird kommen und die Stadt und das Heiligtum verstören, daß es ein Ende nehmen wird wie durch eine Flut; und bis zum Ende des Streits wird's wüst bleiben.Er wird aber vielen den Bund stärken eine Woche lang. Und mitten in der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhören. Und bei den Flügeln werden stehen Greuel der Verwüstung, bis das Verderben, welches beschlossen ist, sich über die Verwüstung ergießen wird.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
CHR004
Das genaue Datum des Erlasses
Die Studie untersucht die Chronologie des Lebens Jesu anhand der Prophetie Daniels. Sie erkennt im Erlass des Artaxerxes einen entscheidenden Ausgangspunkt und befasst sich mit den Schwierigkeiten bei der Genauigkeit antiker Daten, wobei sie das Jahr 458 v. Chr. hervorhebt. Der Artikel vertritt die Auffassung, dass diese Forschung in einem göttlichen Willen gründet, den Gott selbst gelenkt hat.
Daniel 9.26 (Lutherbibel 1912) :Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und nichts mehr sein. Und das Volk eines Fürsten wird kommen und die Stadt und das Heiligtum verstören, daß es ein Ende nehmen wird wie durch eine Flut; und bis zum Ende des Streits wird's wüst bleiben.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
CHR007
Das Geburtsdatum von Jesus, dem Messias
Die Studie untersucht das Geburtsdatum Jesu und verbindet Prophezeiungen, Zeugnisse der Evangelien und historische Daten, um eine Geburt um den 12. Oktober des Jahres -2 v. Chr. während des Laubhüttenfestes vorzuschlagen.
Lukas 1.5 (Lutherbibel 1912) :Zu der Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, war ein Priester von der Ordnung Abia, mit Namen Zacharias, und sein Weib war von den Töchtern Aarons, welche hieß Elisabeth.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org -
CHR008
Der Tod von König Herodes dem Großen
Die Studie untersucht die Chronologie des Todes Herodes’ des Großen, die sich auf die Datierung der Geburt und des Wirkens Jesu auswirkt. Gestützt auf die Arbeiten von Schürer, der das Jahr 4 v. Chr. vorschlägt, unterstreicht sie, wie wichtig es ist, die historischen Deutungen angesichts der Texte des Flavius Josephus neu zu überdenken.
Daniel 9.24-27 (Lutherbibel 1912) :Siebzig Wochen sind bestimmt über dein Volk und über die heilige Stadt, so wird dem Übertreten gewehrt und die Sünde abgetan und die Missetat versöhnt und die ewige Gerechtigkeit gebracht und die Gesichte und Weissagung versiegelt und ein Hochheiliges gesalbt werden.So wisse nun und merke: von der Zeit an, da ausgeht der Befehl, daß Jerusalem soll wieder gebaut werden, bis auf den Gesalbten, den Fürsten, sind sieben Wochen; und zweiundsechzig Wochen, so werden die Gassen und Mauern wieder gebaut werden, wiewohl in kümmerlicher Zeit.Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und nichts mehr sein. Und das Volk eines Fürsten wird kommen und die Stadt und das Heiligtum verstören, daß es ein Ende nehmen wird wie durch eine Flut; und bis zum Ende des Streits wird's wüst bleiben.Er wird aber vielen den Bund stärken eine Woche lang. Und mitten in der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhören. Und bei den Flügeln werden stehen Greuel der Verwüstung, bis das Verderben, welches beschlossen ist, sich über die Verwüstung ergießen wird.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org
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ANN004
Das Geburtsdatum von Jesus, dem Messias
Der Artikel schlägt ein Geburtsdatum für Jesus vor, das auf einer Analyse der Prophezeiungen Daniels und der Geschichte beruht. Die Kreuzigung hätte stattgefunden…
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ANN011
Der Tod von König Herodes dem Großen
Der Artikel analysiert die Datierung des Todes Herodes’ des Großen, die traditionell auf etwa 1 v. Chr. angesetzt wird, und ihre moderne Neubewertung auf 4 v.…
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ANN042
Die Reisezeiten
Dieser Anhang untersucht die Fortbewegungsmittel und Reisezeiten im ersten Jahrhundert. Zur Zeit Jesu reiste man hauptsächlich zu Fuß, mit der Karawane oder…
Geschichte des Christentums
Dieses Thema erkundet die großen Etappen, die das Christentum von seinen Anfängen bis heute geprägt haben. Es behandelt die Entstehung der frühen Kirche, ihre schrittweise Gliederung, die Verfolgungen, die sie erlitt, sowie ihre missionarische Ausbreitung in der antiken Welt und darüber hinaus.
Die hier zusammengestellten Artikel decken vielfältige Themen ab: das Leben und Martyrium der ersten Christen, die Rolle der Apostel bei der Organisation der ersten Gemeinden, die Konzilien und dogmatischen Festlegungen, die die Lehre geformt haben, oder auch die Reformation und bedeutende Gestalten wie Martin Luther, die die christliche Landschaft tiefgreifend neu gestaltet haben.
Dieser Weg beschäftigt sich auch mit den Verbindungen zwischen Christentum und Judentum, mit den aus der Antike überlieferten kulturellen Traditionen und Festen sowie mit den Beiträgen einzelner einflussreicher Persönlichkeiten im Lauf der Jahrhunderte.
Diese Artikel zu lesen heißt zu verstehen, wie ein im ersten Jahrhundert in Palästina entstandener Glaube die Zeiten durchquert, Debatten ausgelöst, Spaltungen und Reformen hervorgebracht und dabei einen bleibenden Eindruck in der Zivilisation der ganzen Welt hinterlassen hat.
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LGH000
Die historischen Persönlichkeiten, die die weltweite Entwicklung des Christentums geprägt haben
Dieser Artikel beleuchtet die historischen Persönlichkeiten, die zur Entwicklung des weltweiten Christentums beigetragen haben, und stellt die Übersetzer biblischer Texte sowie diejenigen vor, die um ihres Glaubens willen Unrecht erduldet haben.
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LGH001
Martin LUTHER
Martin Luther, eine zentrale Gestalt der protestantischen Reformation, kritisierte den Ablasshandel und andere Praktiken der katholischen Kirche. Er übersetzte die Bibel ins Deutsche und veröffentlichte 1517 seine 95 Thesen, womit er eine Bewegung in Gang setzte, die die Christenheit veränderte. Seine Werke prägen die europäische Theologie und Gesellschaft bis heute tiefgreifend.
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LGH003
Johannes GUTENBERG
Mit seiner Erfindung des Buchdrucks hat Johannes Gutenberg die Herstellung der Bibel verändert und die Zeit für ihre Vervielfältigung drastisch verkürzt. Trotz seines Erfindungsreichtums geriet er in finanzielle Schwierigkeiten und verlor einen Prozess gegen den Bankier Johann Fust. Seine Neuerungen revolutionierten dennoch das Verlagswesen und wirkten nachhaltig.
Übersetzung und Verbreitung der Heiligen Schrift
Die Übersetzung der Bibel ist eines der längsten intellektuellen und geistlichen Abenteuer der Menschheitsgeschichte. Von den ersten griechischen Fassungen der Septuaginta über die großen lateinischen Übersetzungen bis zu den Bibeln in den Volkssprachen, die von der Reformation getragen wurden, hat jede Epoche versucht, die Heilige Schrift möglichst vielen zugänglich zu machen. Gestalten wie Louis Segond oder Augustin Crampon haben die Geschichte der Bibel in französischer Sprache nachhaltig geprägt.
Dieser Weg erkundet die konkreten Fragen, die die Übersetzung aufwirft: Wie gibt man einen hebräischen oder altgriechischen Text getreu in einer modernen Sprache wieder? Welche terminologischen Entscheidungen drängen sich auf? Welche Methoden leiten die Übersetzer und Revisoren von gestern und heute?
Die Verbreitung der Heiligen Schrift ist untrennbar mit ihrer Übersetzung verbunden. Die Erfindung des Buchdrucks und später die heutigen digitalen Werkzeuge haben die Art, wie die Bibel verbreitet und studiert wird, grundlegend verändert. Dieses Thema lädt dazu ein, den zurückgelegten Weg zu ermessen, von den alten Handschriften bis zu den modernen Bibelstudien-Anwendungen.
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LGH002
Louis SEGOND
Louis Segond, ein Schweizer Theologe, hat die Bibel ins Französische übersetzt. Seine Version, die auf dem masoretischen Text und dem Textus Receptus beruht, bleibt eine wichtige Referenz für die französischsprachigen Protestanten. Seine treue Übersetzung der Heiligen Schrift wurde nach seinem Tod überarbeitet und wird bis heute verwendet.
Die Tora
Die Tora bezeichnet die ersten fünf Bücher der hebräischen Bibel – das 1. Buch Mose, das 2. Buch Mose, das 3. Buch Mose, das 4. Buch Mose und das 5. Buch Mose –, die das Fundament des jüdischen Glaubens und einen wesentlichen Bezugspunkt für das Verständnis des Christentums bilden. Diese Texte erzählen vom Ursprung der Welt, von der Berufung der Erzväter, von der Befreiung aus Ägypten und von der Errichtung des Bundes zwischen Gott und seinem Volk.
Die zu diesem Thema versammelten Artikel behandeln so verschiedene Fragen wie die Entstehung und die literarischen Quellen des Pentateuchs, die Bildung des Tanach, die jahwistische, elohistische und priesterliche Überlieferung oder auch die biblische Chronologie der Gründungserzählungen. Erkundet werden ebenso die zehn Plagen Ägyptens, die Riten und Gesetze, die Mose übermittelt wurden, und die prägende Rolle des Exodus in der Heilsgeschichte.
Dieser Weg interessiert sowohl den Leser, der neugierig auf die biblische Geschichte ist, als auch den, der die kulturellen und religiösen Wurzeln verstehen möchte, auf denen die Evangelien und das gesamte Neue Testament beruhen.
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PLA000
Die zehn Plagen Ägyptens
Der Artikel „Die zehn Plagen Ägyptens“ analysiert diese biblischen Ereignisse als fortschreitende Offenbarung Gottes als Richter und Befreier und zieht Parallelen zur Offenbarung des Johannes. Das unterdrückte hebräische Volk sieht in Mose, begleitet von Aaron, das göttliche Werkzeug seiner Befreiung, trotz der hartnäckigen Weigerung des Pharao.
2. Mose 7-11 (Lutherbibel 1912) :Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zu einem Gott gesetzt über Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein.Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll's vor Pharao reden, daß er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse.Aber ich will Pharaos Herz verhärten, daß ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in Ägyptenland.Und Pharao wird euch nicht hören, auf daß ich meine Hand in Ägypten beweise und führe mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägyptenland durch große Gerichte.Und die Ägypter sollen's innewerden, daß ich der HERR bin, wenn ich nun meine Hand über Ägypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen wegführen werde.Mose und Aaron taten, wie ihnen Gott geboten hatte.Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, da sie mit Pharao redetenUnd der HERR sprach zu Mose und Aaron:Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweist eure Wunder, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, daß er zur Schlange werde.Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab vor Pharao und vor seinen Knechten, und er ward zur Schlange.Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer; und die ägyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören:ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hörte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart; er weigert sich das Volk zu lassen.Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ins Wasser gehen; so tritt ihm entgegen an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward,und sprich zu ihm: Der HERR, der Hebräer Gott, hat mich zu dir gesandt und lassen sagen: Laß mein Volk, daß mir's diene in der Wüste. Aber du hast bisher nicht wollen hören.Darum spricht der HERR also: Daran sollst du erfahren, daß ich der HERR bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soll in Blut verwandelt werden,daß die Fische im Strom sterben sollen und der Strom stinken; und den Ägyptern wird ekeln, zu trinken das Wasser aus dem Strom.Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus über die Wasser in Ägypten, über ihre Bäche und Ströme und Seen und über alle Wassersümpfe, daß sie Blut werden; und es sei Blut in ganz Ägyptenland, in hölzernen und in steinernen Gefäßen.Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte, und er hob den Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und seinen Knechten. Und alles Wasser ward in Blut verwandelt.Und die Fische im Strom starben, und der Strom ward stinkend, daß die Ägypter nicht trinken konnten das Wasser aus dem Strom; und es war Blut in ganz Ägyptenland.Und die ägyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören. Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hörte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.Und Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen.Aber alle Ägypter gruben nach Wasser um den Strom her, zu trinken; denn das Wasser aus dem Strom konnten sie nicht trinken.Und das währte sieben Tage lang, daß der HERR den Strom schlug.[7:26] Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Laß mein Volk, daß mir's diene.[7:27] Wo du dich weigerst, siehe, so will ich all dein Gebiet mit Fröschen plagen,[7:28] daß der Strom soll von Fröschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und kommen in dein Haus, in deine Schlafkammer, auch in die Häuser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backöfen und in deine Teige;[7:29] und die Frösche sollen auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen.[8:1] Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit deinem Stabe über die Bäche und Ströme und Seen und laß Frösche über Ägyptenland kommen.[8:2] Und Aaron reckte seine Hand über die Wasser in Ägypten, und es kamen Frösche herauf, daß Ägyptenland bedeckt ward.[8:3] Da taten die Zauberer auch also mit ihrem Beschwören und ließen Frösche über Ägyptenland kommen.[8:4] Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Bittet den HERRN für mich, daß er die Frösche von mir und von meinem Volk nehme, so will ich das Volk lassen, daß es dem HERRN opfere.[8:5] Mose sprach: Habe du die Ehre vor mir und bestimme mir, wann ich für dich, für deine Knechte und für dein Volk bitten soll, daß die Frösche von dir und von deinem Haus vertrieben werden und allein im Strom bleiben.[8:6] Er sprach: Morgen. Er sprach: Wie du gesagt hast. Auf daß du erfahrest, daß niemand ist wie der HERR, unser Gott,[8:7] so sollen die Frösche von dir, von deinem Hause, von deinen Knechten und von deinem Volk genommen werden und allein in Strom bleiben.[8:8] Also gingen Mose und Aaron von Pharao; und Mose schrie zu dem HERRN der Frösche halben, wie er Pharao hatte zugesagt.[8:9] Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte; und die Frösche starben in den Häusern, in den Höfen und auf dem Felde.[8:10] Und sie häuften sie zusammen, hier einen Haufen und da einen Haufen, und das Land stank davon.[8:11] Da aber Pharao sah, daß er Luft gekriegt hatte, verhärtete er sein Herz und hörte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.[8:12] Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus und schlage in den Staub auf der Erde, daß Stechmücken werden in ganz Ägyptenland.[8:13] Sie taten also, und Aaron reckte seine Hand aus mit dem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde. Und es wurden Mücken an den Menschen und an dem Vieh; aller Staub des Landes ward zu Mücken in ganz Ägyptenland.[8:14] Die Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören, daß sie Mücken herausbrächten, aber sie konnten nicht. Und die Mücken waren sowohl an den Menschen als an Vieh.[8:15] Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er hörte sie nicht, wie denn der HERR gesagt hatte.[8:16] Und der HERR sprach zu Mose: Mache dich morgen früh auf und tritt vor Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen) und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Laß mein Volk, daß es mir diene;[8:17] wo nicht, siehe, so will ich allerlei Ungeziefer lassen kommen über dich, deine Knechte, dein Volk und dein Haus, daß aller Ägypter Häuser und das Feld und was darauf ist, voll Ungeziefer werden sollen.[8:18] Und ich will des Tages ein Besonderes tun mit dem Lande Gosen, da sich mein Volk aufhält, daß kein Ungeziefer da sei; auf daß du innewerdest, daß ich der HERR bin auf Erden allenthalben;[8:19] und will eine Erlösung setzen zwischen meinem und deinem Volk; morgen soll das Zeichen geschehen.[8:20] Und der HERR tat also, und es kam viel Ungeziefer in Pharaos Haus, in seiner Knechte Häuser und über ganz Ägyptenland; und das Land ward verderbt von dem Ungeziefer.[8:21] Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Gehet hin, opfert eurem Gott hier im Lande.[8:22] Mose sprach: Das taugt nicht, daß wir also tun; denn wir würden der Ägypter Greuel opfern unserm Gott, dem HERRN; siehe, wenn wir der Ägypter Greuel vor ihren Augen opferten, würden sie uns nicht steinigen?[8:23] Drei Tagereisen wollen wir gehen in die Wüste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, wie er uns gesagt hat.[8:24] Pharao sprach: Ich will euch lassen, daß ihr dem HERRN, eurem Gott, opfert in der Wüste; allein, daß ihr nicht ferner zieht; und bittet für mich.[8:25] Mose sprach: Siehe, wenn ich hinaus von dir komme, so will ich den HERRN bitten, daß dies Ungeziefer von Pharao und seinen Knechten und seinem Volk genommen werde morgen des Tages; allein täusche mich nicht mehr, daß du das Volk nicht lassest, dem HERRN zu opfern.[8:26] Und Mose ging hinaus von Pharao und bat den HERRN.[8:27] Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte, und schaffte das Ungeziefer weg von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk, daß nicht eines übrigblieb.[8:27] Aber Pharao verhärtete sein Herz auch dieses Mal und ließ das Volk nicht.Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: Also sagt der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk, daß sie mir dienen.Wo du dich des weigerst und sie weiter aufhältst,siehe, so wird die Hand des HERRN sein über dein Vieh auf dem Felde, über Pferde, über Esel, über Kamele, über Ochsen, über Schafe, mit einer sehr schweren Pestilenz.Und der HERR wird ein Besonderes tun zwischen dem Vieh der Israeliten und der Ägypter, daß nichts sterbe aus allem, was die Kinder Israel haben.Und der HERR bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird der HERR solches auf Erden tun.Und der HERR tat solches des Morgens, und es starb allerlei Vieh der Ägypter; aber des Viehs der Kinder Israel starb nicht eins.Und Pharao sandte darnach, und siehe, es war des Viehs Israels nicht eins gestorben. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er ließ das Volk nicht.Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmet eure Fäuste voll Ruß aus dem Ofen, und Mose sprenge ihn gen Himmel vor Pharao,daß es über ganz Ägyptenland stäube und böse schwarze Blattern auffahren an den Menschen und am Vieh in ganz Ägyptenland.Und sie nahmen Ruß aus dem Ofen und traten vor Pharao, und Mose sprengte ihn gen Himmel. Da fuhren auf böse schwarze Blattern an den Menschen und am Vieh,also daß die Zauberer nicht konnten vor Mose stehen vor den bösen Blattern; denn es waren an den Zauberern ebensowohl böse Blattern als an allen Ägyptern.Aber der HERR verstockte das Herz Pharaos, daß er sie nicht hörte, wie denn der HERR gesagt hatte.Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich morgen früh auf und tritt vor Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR, der Hebräer Gott: Laß mein Volk, daß mir's diene;ich will sonst diesmal alle meine Plagen über dich selbst senden, über deine Knechte und über dein Volk, daß du innewerden sollst, daß meinesgleichen nicht ist in allen Landen.Denn ich hätte schon jetzt meine Hand ausgereckt und dich und dein Volk mit Pestilenz geschlagen, daß du von der Erde vertilgt würdest.Aber darum habe ich dich erhalten, daß meine Kraft an dir erscheine und mein Name verkündigt werde in allen Landen.Du trittst mein Volk noch unter dich und willst's nicht lassen.Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr großen Hagel regnen lassen, desgleichen in Ägypten nicht gewesen ist, seitdem es gegründet ist, bis her.Und nun sende hin und verwahre dein Vieh, und alles, was du auf dem Felde hast. Denn alle Menschen und das Vieh, das auf dem Felde gefunden wird und nicht in die Häuser versammelt ist, so der Hagel auf sie fällt, werden sterben.Wer nun unter den Knechten Pharaos des HERRN Wort fürchtete, der ließ seine Knechte und sein Vieh in die Häuser fliehen.Welcher Herz aber sich nicht kehrte an des HERRN Wort, die ließen ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Felde.Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand aus gen Himmel, daß es hagle über ganz Ägyptenland, über Menschen, über Vieh und über alles Kraut auf dem Felde in Ägyptenland.Also reckte Mose seinen Stab gen Himmel, und der HERR ließ donnern und hageln, daß das Feuer auf die Erde schoß. Also ließ der HERR Hagel regnen über Ägyptenland,daß Hagel und Feuer untereinander fuhren, so grausam, daß desgleichen in ganz Ägyptenland nie gewesen war, seitdem Leute darin gewesen sind.Und der Hagel schlug in ganz Ägyptenland alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh, und schlug alles Kraut auf dem Felde und zerbrach alle Bäume auf dem Felde.Allein im Lande Gosen, da die Kinder Israel wohnten, da hagelte es nicht.Da schickte Pharao hin und ließ Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe dasmal mich versündigt; der HERR ist gerecht, ich aber und mein Volk sind Gottlose.Bittet aber den Herrn, daß er aufhöre solch Donnern und Hageln Gottes, so will ich euch lassen, daß ihr nicht länger hier bleibet.Mose sprach: Wenn ich zur Stadt hinauskomme, so will ich meine Hände ausbreiten gegen den HERRN; so wird der Donner aufhören und kein Hagel mehr sein, daß du innewerdest, daß die Erde des HERRN sei.Ich weiß aber, daß du und deine Knechte euch noch nicht fürchtet vor Gott dem HERRN.Also ward geschlagen der Flachs und die Gerste; denn die Gerste hatte geschoßt und der Flachs Knoten gewonnen.Aber der Weizen und Spelt ward nicht geschlagen, denn es war Spätgetreide.So ging nun Mose von Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Hände gegen den HERRN, und der Donner und Hagel hörten auf, und der Regen troff nicht mehr auf die Erde.Da aber Pharao sah, daß der Regen und Donner und Hagel aufhörte, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz, er und seine Knechte.Also ward des Pharao Herz verstockt, daß er die Kinder Israel nicht ließ, wie denn der HERR geredet hatte durch Mose.Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao; denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verhärtet, auf daß ich diese meine Zeichen unter ihnen tue,und daß du verkündigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, was ich in Ägypten ausgerichtet habe und wie ich meine Zeichen unter ihnen getan habe, daß ihr wisset: Ich bin der HERR.Also gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HERR, der Hebräer Gott: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen, daß du mein Volk lassest, mir zu dienen?Weigerst du dich, mein Volk zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken kommen lassen an allen Orten,daß sie das Land bedecken, also daß man das Land nicht sehen könne; und sie sollen fressen, was euch übrig und errettet ist vor dem Hagel, und sollen alle grünenden Bäume fressen auf dem Feldeund sollen erfüllen dein Haus, aller deiner Knechte Häuser und aller Ägypter Häuser, desgleichen nicht gesehen haben deine Väter und deiner Väter Väter, seitdem sie auf Erden gewesen bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging von Pharao hinaus.Da sprachen die Knechte Pharaos zu ihm: Wie lange sollen wir mit diesem Manne geplagt sein? Laß die Leute ziehen, daß sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen. Willst du zuvor erfahren daß Ägypten untergegangen sei?Mose und Aaron wurden wieder zu Pharao gebracht; der sprach zu ihnen: Gehet hin und dienet dem HERRN, eurem Gott. Welche sind es aber, die hinziehen sollen?Mose sprach: Wir wollen hinziehen mit jung und alt, mit Söhnen und Töchtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest des HERRN.Er sprach zu ihnen: O ja, der HERR sei mit euch! Sollte ich euch und eure Kinder dazu ziehen lassen? Sehet da, ob ihr nicht Böses vorhabt!Nicht also, sondern ihr Männer ziehet hin und dienet dem HERRN; denn das habt ihr auch gesucht. Und man stieß sie heraus von Pharao.Da sprach der HERR zu Mose: Recke deine Hand über Ägyptenland, daß Heuschrecken auf Ägyptenland kommen und fressen alles Kraut im Lande auf samt allem dem, was der Hagel übriggelassen hat.Mose reckte seinen Stab über Ägyptenland; und der HERR trieb einen Ostwind ins Land den ganzen Tag und die ganze Nacht; und des Morgens führte der Ostwind die Heuschrecken her.Und sie kamen über das ganze Ägyptenland und ließen sich nieder an allen Orten in Ägypten, so sehr viel, daß zuvor desgleichen nie gewesen ist noch hinfort sein wird.Denn sie bedeckten das Land und verfinsterten es. Und sie fraßen alles Kraut im Lande auf und alle Früchte auf den Bäumen, die der Hagel übriggelassen hatte, und ließen nichts Grünes übrig an den Bäumen und am Kraut auf dem Felde in ganz Ägyptenland.Da forderte Pharao eilend Mose und Aaron und sprach: Ich habe mich versündigt an dem HERRN, eurem Gott, und an euch;vergebt mir meine Sünde nur noch diesmal und bittet den HERRN, euren Gott, daß er doch nur diesen Tod von mir wegnehme.Und er ging aus von Pharao und bat den HERRN.Da wendete der HERR den Wind, also daß er sehr stark aus Westen ging und hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer, daß nicht eine übrigblieb an allen Orten Ägyptens.Aber der HERR verstockte Pharaos Herz, daß er die Kinder Israel nicht ließ.Der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, daß es so finster werde in Ägyptenland, daß man's greifen mag.Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland drei Tage,daß niemand den andern sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen.Da forderte Pharao Mose und sprach: Ziehet hin und dienet dem Herrn; allein eure Schafe und Rinder laßt hier; laßt auch eure Kindlein mit euch ziehen.Mose sprach: Du mußt uns auch Opfer und Brandopfer geben, die wir unserm Gott, dem HERRN, tun mögen.Unser Vieh soll mit uns gehen und nicht eine Klaue dahintenbleiben; denn wir wissen nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dahin kommen.Aber der HERR verstockte das Herz Pharao daß er sie nicht lassen wollte.Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von mir und hüte dich, daß du nicht mehr vor meine Augen kommst; denn welches Tages du vor meine Augen kommst, sollst du sterben.Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor deine Augen kommen.Und der HERR sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage über Pharao und Ägypten kommen lassen; darnach wird er euch von hinnen lassen und wird nicht allein alles lassen, sondern euch von hinnen treiben.So sage nun vor dem Volk, daß ein jeglicher von seinem Nächsten und eine jegliche von ihrer Nächsten silberne und goldene Gefäße fordere.Und der HERR gab dem Volk Gnade vor den Ägyptern. Und Mose war ein sehr großer Mann in Ägyptenland vor den Knechten Pharaos und vor dem Volk.Und Mose sprach: So sagt der HERR: Ich will zu Mitternacht ausgehen in Ägyptenland;und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sitzt, bis an den ersten Sohn der Magd, die hinter der Mühle ist, und alle Erstgeburt unter dem Vieh;und wird ein großes Geschrei sein in ganz Ägyptenland, desgleichen nie gewesen ist noch werden wird;aber bei allen Kindern Israel soll nicht ein Hund mucken, unter Menschen sowohl als unter Vieh, auf daß ihr erfahret, wie der HERR Ägypten und Israel scheide.Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Knechte und mir zu Füßen fallen und sagen: Zieh aus, du und alles Volk, das unter dir ist. Darnach will ich ausziehen. Und er ging von Pharao mit grimmigem Zorn.Der HERR aber sprach zu Mose: Pharao hört euch nicht, auf daß viele Wunder geschehen in Ägyptenland.Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor Pharao; aber der HERR verstockte sein Herz, daß er die Kinder Israel nicht lassen wollte aus seinem Lande.Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org