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Das Gleichnis vom Unkraut und vom Weizen
Das nur bei Matthäus überlieferte Gleichnis vom Unkraut und vom Weizen (Matthäus 13.24-30) lehrt, dass Gut und Böse bis zum letzten Gericht gemeinsam in der Welt bestehen. Jesus veranschaulicht darin Gottes Geduld: Er verschiebt die Trennung von Gerechten und Bösen bis zur endzeitlichen Ernte, mit der die Engel betraut sind. Dieses Gleichnis steht in einer tiefgehenden biblischen Auseinandersetzung mit dem scheinbaren Wohlergehen der Bösen, die auch Habakuk, Asaf, Jeremia und Hiob beschäftigt.
Hiob 21.7-13 (Lutherbibel 1912) :Warum leben denn die Gottlosen, werden alt und nehmen zu an Gütern?Ihr Same ist sicher um sie her, und ihre Nachkömmlinge sind bei ihnen.Ihr Haus hat Frieden vor der Furcht, und Gottes Rute ist nicht über ihnen.Seinen Stier läßt man zu, und es mißrät ihm nicht; seine Kuh kalbt und ist nicht unfruchtbar.Ihre jungen Kinder lassen sie ausgehen wie eine Herde, und ihre Knaben hüpfen.Sie jauchzen mit Pauken und Harfen und sind fröhlich mit Flöten.Sie werden alt bei guten Tagen und erschrecken kaum einen Augenblick vor dem Tode,Lutherbibel 1912, domaine public — texte : eBible.org