Nun sind die Gesetzeslehrer an der Reihe, die Bühne zu betreten. Sie sind dem Gespräch gegenüber aufgeschlossener als die und sind von diesem Mann Jesus fasziniert, dessen weise Antworten sie zugleich berühren und verunsichern (Markus 12.34). Wer ist er denn, dass er mit solcher Vollmacht spricht? Ihre intellektuelle Neugier drängt sie dazu, ein zentrales Thema anzusprechen: das höchste Gebot.
Die Evangelien lassen uns eine Nuance zwischen diesen Männern erkennen: Einige wollen Jesus auf die Probe stellen, andere scheinen sich wirklich für seine Lehre zu interessieren. Tatsächlich hält Matthäus 22.35 fest, dass ihre Frage das Ziel hatte, ihn auf die Probe zu stellen, doch nichts deutet darauf hin, dass alle von denselben Absichten geleitet waren.
Jesus, der Messias, der sich ihres Vorgehens völlig bewusst ist, weist ihre Frage dennoch nicht ab. Er nutzt die Gelegenheit, das Herz des göttlichen Gesetzes zu offenbaren, vielleicht auch, um einige zu erreichen, die fähig waren, die Wahrheit anzunehmen.
Parmi eux, le texte de Markus 12.28-34 met en avant un scribe qui écoute le Messie Jésus avec sincérité. Ce docteur de la Loi reconnaît la justesse de ses paroles et atteste que l’amour vaut mieux que tous les sacrifices. Le Messie Jésus, discernant la droiture de son cœur, lui dit :
So zeigt sich ein weniger einheitliches Gesicht des Pharisäertums: Hinter der Fassade des Legalismus suchen manche wirklich Gott.
Il faut rappeler que le terme ne désigne pas forcément l’hypocrisie, même si Jésus dénonça souvent les dérives de ce groupe. Il existait en son sein des croyants sincères. Nicodème, par exemple, et membre du (Johannes 3.1), dialogua de nuit avec Jésus (Johannes 7.50-51) et participa à sa mise au tombeau (Johannes 19.39). De même, Joseph d’Arimathée, membre du lui aussi (Lukas 23.50-51, Markus 15.43), était « disciple de Jésus en secret ». Ces deux hommes illustrent qu’au cœur même des structures religieuses se trouvaient des âmes ouvertes à la lumière du Messie.
Als Jesus, der Messias, den Gesetzeslehrern antwortet, fasst er das ganze Gesetz und die Propheten in zwei grundlegenden Geboten zusammen:
Mit dieser Antwort verwirft er das Gesetz nicht; er enthüllt dessen Wesen. Wahre Frömmigkeit besteht nicht in einem kalten Gehorsam gegenüber religiösen Vorschriften, sondern in einer Liebesbeziehung zu Gott, die sich in der konkreten Liebe zum Nächsten ausdrückt.
Diese Lehre stellt die Liebe in den Mittelpunkt des ganzen geistlichen Lebens. Jesus, der Messias, offenbart, dass das Gesetz kein Zwang ist, sondern eine Ausrichtung auf die Gemeinschaft : Gott zu lieben führt dazu, den anderen zu lieben, und den anderen zu lieben ist der Beweis, dass man Gott wirklich liebt. Indem der Schriftgelehrte dies erkennt, nähert er sich bereits dem Reich. Diese Abschnitte aus Matthäus 22.34-40 und Markus 12.28-34 laden uns ein, über das bloße religiöse Wissen hinauszugehen und in die lebendige Erfahrung eines von der göttlichen Liebe verwandelten Herzens einzutreten, die einzige wahre Erfüllung des Gesetzes.