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Die Bergpredigt (11), die Gaben

Dieser Artikel untersucht Jesu Lehre über die Gaben in der Bergpredigt. Jesus betont die persönliche Beziehung zu Gott und kritisiert das prahlerische Verhalten der Pharisäer. Schauplatz ist Galiläa kurz nach dem Passahfest des Jahres 31, ein entscheidender Zeitpunkt im Wirken Jesu.

7 min Bergpredigt Gaben Heuchelei Pharisäer Matthäus 9 Verse 3 Bücher

Weiterführende Lektüre

Bibeltexte

Matthäus
Matthäus 6.1-4 ( 1912)

Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.

Wenn du Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.

Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut,

auf daß dein Almosen verborgen sei; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.

Markus
Markus ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Lukas
Lukas ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Johannes
Johannes ( 1912) im Buch nicht erwähnt

Technische Einzelheiten

Balkendiagramm zum Jahr 31

Ort: Auf der Hochebene unterhalb eines Berges in der Nähe von Kapernaum in Galiläa

Datum: Nach der Passahwallfahrt nach Jerusalem am 5. April 31

Vorgehensweise: Wir fahren mit Matthäus fort

Hinweis zum Vorgehen: Matthäus ist der Einzige, der dieses Thema behandelt.

Kapernaum

Der Messias Jesus fordert den Jünger auf, im Verborgenen zu handeln.

Die Bergpredigt, die Gaben

Predigt

Kommentare

Wir untersuchen die Bergpredigt, die in 23 Abschnitte unterteilt ist.

Matthäus hebt Jesu Lehre über den religiösen Formalismus hervor und betont, dass Gaben für Gott nicht dazu dienen sollen, andere zu beeindrucken, sondern allein Gott zu gefallen. Er kritisiert die Heuchelei der und würdigt die persönliche Beziehung zu Gott.

Dieser Grundsatz findet sich auch in seinen Ausführungen über das Gebet (Matthäus 6.6): Der wahre Jünger handelt für Gott und nicht, um von den Menschen gesehen zu werden. Lukas behandelt dieses Thema nicht, weil die Heiden das Verhalten der nicht kannten. Allerdings erwähnt er in Lukas 6.26, dass es falsch ist, die Anerkennung der Menschen zu suchen. Matthäus 6.2, Matthäus 6.5 und Matthäus 6.16 betonen, dass der Jünger zwischen dem Lohn der Menschen und dem Lohn Gottes wählen muss.

Die Zuhörer verstehen diesen Abschnitt gut, da sie ständig beobachten, wie die Reichen große Gaben zur Schau stellen (Markus 12.41-44, Lukas 21.1-4). Die Bergpredigt stellt einen Wendepunkt im Wirken Jesu, des Messias, dar. Indem er Gottes Maßstäbe so verkündet, zeigt er die Unzulänglichkeit der Praktiken auf, welche die damaligen religiösen Lehrer vermitteln. Daher ist mit einer heftigen Reaktion dieser religiösen und reichen Männer zu rechnen.

Hier begegnet uns der in den Seligpreisungen entfaltete Grundsatz wieder: Der Jünger handelt nicht, um von Menschen bewundert zu werden, sondern um allein Gott zu gefallen. Gott wird ihm einen weit größeren Lohn geben als die Anerkennung der Menschen (Lukas 6.26); deshalb handelt er im Verborgenen. Diese Kritik am religiösen Formalismus spiegelt sich in den drei folgenden Themen wider.

Lukas erwähnt diese verschiedenen Punkte nicht, weil seine Leser den gesellschaftlichen Hintergrund dieser jüdischen Gesellschaft nicht kennen. Er wird jedoch das Thema des Gebets wieder aufgreifen, das sich an alle richten soll.