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Die Gleichnisse vom neuen Stoff und vom neuen Wein

Die Gleichnisse vom neuen Stoff und vom neuen Wein veranschaulichen den grundlegenden Bruch zwischen Judentum und Christentum. Jesus erzählt sie als Antwort auf die Frage der Jünger Johannes des Täufers zum Fasten und erklärt, dass Altes und Neues nicht vermischt werden können. Die geforderte Veränderung ist keine Reform, sondern eine vollständige Verwandlung. Jeder Mensch wird eingeladen, den Meister zu wählen, dem er folgen will.

4 Min. Gleichnissen neuer Stoff neuer Wein neue Schläuche Judentum 3 Verse 3 Bücher

Weiterführende Lektüre

Bibeltexte

Matthäus
Matthäus 9.16-17 ( 1912)

Niemand flickt ein altes Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reißt doch wieder vom Kleid, und der Riß wird ärger.

Man faßt auch nicht Most in alte Schläuche; sonst zerreißen die Schläuche und der Most wird verschüttet, und die Schläuche kommen um. Sondern man faßt Most in neue Schläuche, so werden sie beide miteinander erhalten.

Markus
Markus 2.21-22 ( 1912)

Niemand flickt einen Lappen von neuem Tuch an ein altes Kleid; denn der neue Lappen reißt doch vom alten, und der Riß wird ärger.

Und niemand faßt Most in alte Schläuche; sonst zerreißt der Most die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche kommen um. Sondern man soll Most in neue Schläuche fassen.

Lukas
Lukas 5.36-39 ( 1912)

Und er sagte zu ihnen ein Gleichnis: Niemand flickt einen Lappen von einem neuen Kleid auf ein altes Kleid; sonst zerreißt er das neue, und der Lappen vom neuen reimt sich nicht auf das alte.

Und niemand faßt Most in alte Schläuche; sonst zerreißt der Most die Schläuche und wird verschüttet, und die Schläuche kommen um.

Sondern den Most soll man in neue Schläuche fassen, so werden sie beide erhalten.

Und niemand ist, der vom alten trinkt und wolle bald den neuen; denn er spricht: Der alte ist milder.

Johannes
Johannes ( 1912) im Buch nicht erwähnt

Technische Einzelheiten

Balkendiagramm zum Jahr 31

Ort: Kafarnaum in Galiläa und seine gesamte Umgebung

Datum: Alle diese Ereignisse finden im Jahr 31 nach dem Passahfest vom 6. April 31 statt

Vorgehen: Wir fahren mit Markus fort

Anmerkung zur Vorgehensweise: Wir ordnen nun die beiden von Markus überlieferten Gleichnisse ein

Wirken in Galiläa

Der Übergang zu einer anderen Lebensform. Das Ende des Judentums und die Entstehung des Christentums. Eine Beziehung im Geist und in der Wahrheit! Es geht nicht um eine Verbesserung, sondern um eine grundlegende Veränderung.

Die Gleichnisse vom neuen Stoff und vom neuen Wein

Die Gleichnisse vom neuen Stoff und vom neuen Wein

Kommentare

Zwei Gleichnisse begleiten die an die Jünger Johannes des Täufers zum Fasten. Lukas hat sie im Anschluss an das Mahl bei Levi aufgezeichnet (PER067), doch erscheint es sinnvoller, sie entsprechend den Berichten von Markus und Matthäus zusammenzustellen.

Diese Gleichnisse erläutern die . Mit diesen Bildern möchte der Meister seine Darlegung verdeutlichen. Er stellt die Riten des Judentums infrage, auf denen die Erziehung dieser Männer beruht — ein gefährliches Unterfangen. Schließlich tastet niemand das Gesetz des Mose an!

Die Botschaft wird deutlich: Das alte Gewand steht für das Judentum, das neue Kleid symbolisiert das Christentum. Die hier vorgeschlagene grundlegende Veränderung verlangt, das Erste aufzugeben und das Zweite anzunehmen.

Damit er richtig verstanden wird, führt der Messias Jesus ein zweites an: Wein in neuen Schläuchen. Auch hier ist kein Kompromiss möglich, denn sonst droht der Verlust von allem. Die alten Schläuche des Judentums werden durch die neuen des Christentums ersetzt. Der Wein, Sinnbild des neuen Lebens der Menschen, muss unbedingt in neue Schläuche gefüllt werden.

Jeder muss sich also entscheiden. Der Messias Jesus betont, dass Johannes der Täufer durch seine Verkündigung der Umkehr lediglich ein altes Kleid geflickt hat. Er selbst bietet hingegen ein neues Kleid oder einen neuen Schlauch an: Sinnbilder eines grundlegenden Lebenswandels, der den Menschen einer besseren Bestimmung entgegenführt.

So stellt sich diesen aufrichtigen Männern, die noch zu sehr an Johannes dem Täufer und am Judentum hängen, die Frage: Welchem Meister wollen sie künftig folgen?