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Die Erklärung für das Versagen der Jünger

Der Artikel analysiert das Scheitern der Jünger beim Austreiben eines Dämons, auf das Jesus hinweist. Nach Matthäus und Markus sind geistliche Praktiken wie Glaube, Gebet und Fasten unerlässlich, um geistliche Hindernisse zu überwinden.

11 min Scheitern der Jünger Glaube Gebet Fasten Exorzismus 14 Verse 3 Bücher

Weiterführende Lektüre

Bibeltexte

Matthäus
Matthäus 17.19-21 ( 1912)

Da traten zu ihm seine Jünger besonders und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?

Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen. Denn wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so mögt ihr sagen zu diesem Berge: Hebe dich von hinnen dorthin! so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.

Aber diese Art fährt nicht aus denn durch Beten und Fasten.

Markus
Markus 9.28-29 ( 1912)

Und da er heimkam, fragten ihn seine Jünger besonders: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?

Und er sprach: Diese Art kann mit nichts ausfahren denn durch Beten und Fasten.

Lukas
Lukas ( 1912) im Buch nicht erwähnt
Johannes
Johannes ( 1912) im Buch nicht erwähnt

Technische Einzelheiten

Jahr 32

Ort: In der Nähe von Cäsarea Philippi, am Fuß des Berges Hermon

Datum: August 32 n. Chr.

Vorgehen: Wir fahren mit Markus fort

Anmerkung zur Vorgehensweise: Matthäus und Lukas berichten ebenfalls von diesen Worten

Der Berg Hermon

Der Messias Jesus erklärt seinen Jüngern die Gründe für ihr Scheitern.

Die Erklärung für das Versagen der Jünger

Ein schwer auszutreibender Dämon

Zusammenfassung der Textabschnitte

Nach Markus 9.28 waren der Messias Jesus und seine Apostel in einem Haus in Cäsarea Philippi untergebracht. Es wird nicht angegeben, ob sie diese Unterkunft gemietet hatten. Die Temperaturen im Oktober werden allmählich kühl, vor allem nachts. Sie hielten sich also eine gewisse Zeit in der Gegend von Cäsarea Philippi auf.

Die Verse Matthäus 17.17, Markus 9.19 und Lukas 9.41 haben uns verstehen lassen, dass der Unglaube der Apostel der Hauptgrund für ihr Scheitern war. Der Messias Jesus wird ihnen jedoch noch eine weitere Information geben.

Nach den Worten des Messias Jesus können manche Dämonen nur durch Gebet und Fasten ausgetrieben werden. Die Apostel waren also nicht darauf vorbereitet, mit dieser Situation umzugehen. Der Hauptgrund für ihr Scheitern wurde ihrem Mangel an Glauben und geistlicher Unterscheidungsfähigkeit zugeschrieben.

Es ist zu beachten, dass die Bemerkungen des Meisters besonders streng waren, weil die Jünger bereits viele Erfahrungen und Übungen gesammelt hatten, die es ihnen hätten ermöglichen sollen, diese Prüfung erfolgreich zu bestehen. Die Jünger, die auf ihre Fähigkeit vertrauten, wie bei früheren Versuchen erfolgreich zu sein (Lukas 10.17), erkennen nun, dass die Lage komplexer ist, als sie es sich vorgestellt hatten.

Matthäus betont den Glauben und greift erneut das vom Senfkorn auf, das bereits in Matthäus 13.31-32 erwähnt und von Lukas 17.6 und Lukas 13.19 wieder aufgenommen wurde.

Hier ein Vergleich der Abschnitte aus Matthäus 17.19-21 und Markus 9.28-29, die beide von der Unfähigkeit der Jünger handeln, einen Dämon auszutreiben, und von der Erklärung, die der Messias Jesus gibt.

Zusammenfassung der Textabschnitte

  • Matthäus 17.19-21: Nach dem Scheitern der Jünger beim Austreiben eines Dämons fragen sie den Messias Jesus unter vier Augen nach dem Grund ihrer Unfähigkeit. Dieser antwortet ihnen, es liege an ihrem mangelnden Glauben, und betont die Kraft des Glaubens: Schon ein winziger Glaube, wie ein Senfkorn, könne Berge versetzen. Er fügt hinzu, dass manche Dämonen nur durch Gebet und Fasten ausgetrieben werden können.
  • Markus 9.28-29: Dieser Abschnitt ist ähnlich, betont aber stärker die Notwendigkeit des Gebets, um bestimmte Geister auszutreiben. Nach dem Scheitern der Jünger erklärt ihnen der Messias Jesus, dass diese Art von Dämon nur durch Gebet ausfahren kann.

Vergleich der beiden Texte

Theologie des Glaubens und des Gebets

Matthäus betont die Kraft des Glaubens und verwendet das Bild des Senfkorns, um zu veranschaulichen, dass schon ein kleinster Glaube Wunder bewirken kann.

Markus hingegen hebt das Gebet als notwendiges Mittel hervor, um bestimmte geistliche Mächte zu besiegen.

Textliche Unterschiede

Der Vers Matthäus 17.21 (der das Fasten erwähnt) fehlt in einigen alten Handschriften, weshalb manche Forscher annehmen, dass er ein späterer Zusatz sein könnte.

Markus ist knapper und konzentriert sich auf den praktischen Aspekt des Gebets, ohne den Glauben ausdrücklich zu erwähnen.

Perspektive der Jünger

Bei Matthäus wird das Scheitern der Jünger ihrem mangelnden Glauben zugeschrieben, was sie in die Haltung eines geistlichen Lernprozesses versetzt.

Bei Markus liegt der Schwerpunkt auf der Notwendigkeit des Gebets, was einen pragmatischeren Zugang zum geistlichen Kampf nahelegt.

Diese Unterschiede zeigen, wie jeder Evangelist einen besonderen Aspekt der Lehre des Messias Jesus hervorhebt: Matthäus betont den Glauben als Antrieb des Wunders, während Markus das Gebet als wesentliche Voraussetzung für den Exorzismus unterstreicht.