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Der Codex Gigas

Der Codex Gigas oder „Teufelsbibel“ ist die größte bekannte mittelalterliche Handschrift; er entstand um 1200 in einem Benediktinerkloster in Böhmen. Er enthält die vollständige Bibel in lateinischer Sprache, Texte von Flavius Josephus und Isidor von Sevilla sowie medizinische Abhandlungen. Als Vertreter des westlichen Textes ist er für die Textkritik wertvoll. Eine mittelalterliche Legende schreibt seine Abfassung in einer einzigen Nacht dem Mönch Herman dem Einsiedler zu, dem der Teufel geholfen haben soll.

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Der Codex Gigas

Der Gigas, auch Teufelsbibel genannt, ist die größte bekannte mittelalterliche Handschrift. Hier einige wichtige Informationen dazu:

Verlauf

Datum: Um 1200 n. Chr.
Entdeckung: Er wurde im Benediktinerkloster Podlažice in Böhmen (im heutigen Tschechien) angefertigt.
Heutiger Besitzer: Er wird heute in der Schwedischen Nationalbibliothek in Stockholm aufbewahrt.

Aufbau

Text: Er enthält die vollständige Bibel in lateinischer Sprache sowie weitere religiöse und weltliche Texte, etwa die Jüdischen Altertümer von Flavius Josephus, die Enzyklopädie des Isidor von Sevilla und medizinische Abhandlungen.
Format: Er ist 92 cm hoch, 50 cm breit und 22 cm dick und wiegt etwa 75 kg.
Material: Er besteht aus 310 Pergamentblättern.

Bedeutung

Text: Er gehört zum westlichen Text, das heißt, er steht den ursprünglichen Fassungen der Schriften sehr nahe.
Zustand: Er ist eines der wenigen Manuskripte, die vollständig erhalten geblieben sind.
Forschung: Er ist von entscheidender Bedeutung für die Textkritik und die Geschichte der biblischen Texte.

Legende

Einer mittelalterlichen Legende zufolge soll der in einer einzigen Nacht von einem Mönch namens Herman dem Einsiedler geschrieben worden sein, der dafür seine Seele dem Teufel verkauft haben soll. Die Seite mit der Darstellung des Teufels wird oft als Beleg für diese Legende angeführt.

Der Gigas ist ein kostbarer Zeuge für die Geschichte des biblischen Textes und die Überlieferung der Schrift im Lauf der Jahrhunderte.