Dieser Abschnitt folgt im Bericht des Markus auf das zuvor untersuchte vom Senfkorn (PER143). Vermutlich geht es hier um die weiteren von Matthäus erwähnten Gleichnisse, die ebenfalls während dieser großen Rede in der Bucht nahe Kapernaum vorgetragen wurden.
Diese hauptsächlich von Matthäus überlieferte Rede stellt eine bedeutende Entwicklung in der Evangelisationsstrategie des Messias Jesus dar. Von diesem Zeitpunkt an verwendet er die Sprache der Gleichnisse. Die Gründe für diesen Übergang werden nach unseren Untersuchungen im Anhang ANN078 mit dem Titel: Die Gleichnisse ausführlich behandelt.
Aus den Versen in Markus 4.33-34 lassen sich drei besondere Punkte erkennen:
• Eine schrittweise Offenbarung: Der Messias Jesus offenbart seine Lehren nach und nach und gibt denen mehr Erklärungen, die ihm nahestehen und den Willen zum Verstehen zeigen.
• Eine besondere Beziehung zu den Jüngern: Dieser Vers in Markus 4.34 betont die besondere Beziehung Jesu zu seinen Jüngern: Er bietet ihnen eine vertiefte Unterweisung und einen bevorzugten Zugang zu seinen Lehren.
• Die Bedeutung des Verstehens: Der Messias Jesus hebt hervor, wie wichtig es ist, die geistlichen Lehren vollständig zu verstehen, um sie richtig anwenden und an andere weitergeben zu können.
Zusammenfassend zeigt Markus 4.33-34, dass der Messias Jesus Gleichnisse als Lehrmittel einsetzt und zugleich sicherstellt, dass seine Jünger seine Lehren klar und tiefgehend verstehen. Dieser Ansatz verbindet die Offenlegung geistlicher Wahrheiten mit einer vertieften Unterweisung für diejenigen, die bereit sind, sie anzunehmen.
Wahrscheinlich wurden uns viele dieser Gleichnisse weder von Matthäus noch von Markus, Lukas oder Johannes überliefert. Ebenso wurden uns die meisten persönlichen Erklärungen nicht berichtet. Dieses Schweigen lässt sich leicht erklären: Wären all diese Gespräche aufgezeichnet worden, hätten wir nicht ein einziges Werk, sondern vermutlich zehn oder hundert Bände.
Johannes hat mit seinen Schlussfolgerungen recht (Johannes 20.30 und Johannes 21.25), denn unsere Evangelien enthalten nur einen Bruchteil der geschehenen Taten.
Diese Gespräche bilden eine Unterweisung der Jünger im Hinblick auf die Zeit, in der sie nach dem Tod des Messias Jesus allein sein werden. Dieses Wissen wird die Grundlage ihrer künftigen Predigten bilden.