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Der Eckstein

Das Bild vom „Eckstein“, das in Matthäus 21.42 angeführt wird, ist ein direkter Verweis auf Psalm 118.22–23 und wird im Neuen Testament mehrfach wieder aufgegriffen…

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Der Eckstein

Das Bild vom „Eckstein“, das in Matthäus 21.42 angeführt wird, ist ein direkter Verweis auf Psalmen 118.22-23 und wird im Neuen Testament mehrfach wieder aufgegriffen, um den Messias Jesus als das Fundament des Heils zu bezeichnen, von den Menschen verworfen, aber von Gott erwählt.

Im Gleichnis von den bösen Winzern

In Matthäus 21.42 sagt Jesus:

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden; das ist vom Herrn geschehen, und es ist ein Wunder vor unseren Augen.“

Er zitiert hier Psalmen 118.22-23, einen messianischen Text, den die Juden gut kannten. Im Zusammenhang mit dem stellt dieser verworfene Stein den von den Winzern getöteten Sohn dar, das heißt den Messias Jesus selbst, von den religiösen Führern verworfen, aber von Gott als Fundament des Reiches eingesetzt.

Wiederaufnahmen im Neuen Testament

_Markus 12.10-11 und Lukas 20.17 Diese beiden synoptischen Evangelien greifen dasselbe Zitat im von den Winzern auf und betonen, dass der Messias Jesus dieser verworfene Stein ist.

_Apostelgeschichte 4.11 Petrus erklärt im Beisein des über den Messias Jesus: „Jesus ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde und der zum Eckstein geworden ist.“ Er wendet diese Stelle ausdrücklich auf die religiösen Führer an, die Jesus verworfen haben.

_Römer 9.33 Paulus spricht von einem Stein des Anstoßes, der in Zion gelegt ist, und verbindet dabei Jesaja 8.14 und Jesaja 28.16, um zu zeigen, dass der Messias Jesus für diejenigen, die nicht glauben wollen, zugleich Fundament und Ärgernis ist.

_Epheser 2.20 Paulus lehrt, dass die Kirche auf dem Fundament der Apostel und Propheten gebaut ist, wobei Jesus Christus selbst der Eckstein ist.

_1. Petrus 2.4-8 Petrus entfaltet dieses Bild: Jesus ist der lebendige Stein, von den Menschen verworfen, aber von Gott erwählt. Er ist der Eckstein für die, die glauben, aber ein Stein des Anstoßes für die, die ungehorsam sind.

Zur Zeit Jesu hatte der Eckstein (oder Winkelstein) in der Architektur eine ausschlaggebende Bedeutung, vor allem bei Steinbauten wie Häusern, Tempeln oder Umfassungsmauern. Er war nicht bloß Zierde: Er war konstruktiv, symbolisch und strategisch.

Die architektonische Rolle des Ecksteins

_Fundament und Stabilität Der Eckstein war oft der erste Stein, der beim Bau gesetzt wurde. Er diente als Bezugspunkt für die Ausrichtung aller anderen Steine. Wenn er schlecht gesetzt war, drohte das ganze Gebäude instabil zu werden.

_Verbindung der Mauern Bei Bauten mit Ecken (wie den Ecken von Gebäuden) verband der Eckstein zwei Mauern und sorgte für ihren Zusammenhalt. Er trug einen Teil der Last und gewährleistete die Festigkeit des Ganzen.

_Mit Sorgfalt ausgewählt Er musste vollkommen behauen, fest und dauerhaft sein. Ein von den Bauleuten verworfener Stein konnte als ungeeignet gelten, doch manchmal erwies sich der, den man übersehen hatte, als der am besten geeignete, daher die symbolische Kraft von Matthäus 21.42.

Geistliche Symbolik

Im biblischen Zusammenhang wird der Eckstein zu einer kraftvollen Metapher:

_Der Messias Jesus ist dieser Stein: von den religiösen Führern verworfen, aber von Gott als Fundament des Heils erwählt.

_Er stellt die Grundlage des Reiches Gottes dar, auf der die Kirche gebaut ist (Epheser 2.20).

_Er ist auch ein Stein des Anstoßes für diejenigen, die nicht glauben wollen (1. Petrus 2.7-8).

Zusammenfassung

Zur Zeit des Messias Jesus war der Eckstein für jedes dauerhafte Bauwerk unentbehrlich. Indem der Messias Jesus sich mit diesem Stein vergleicht, bekräftigt er, dass er das feste Fundament, der Ausgangspunkt und das lebendige Band des Reiches Gottes ist. Diesen Stein zu verwerfen heißt ohne Grundlage zu bauen; ihn anzunehmen heißt auf den Felsen zu bauen.