Die Juden hielten sich an eine Regel, die dem Kodex Hammurabi entlehnt war und von den Nachbarvölkern angewandt wurde, im Gesetz des Mose aber keineswegs festgelegt war.
Wenn die Frau eines Paares unfruchtbar war, konnte sie ihren Mann bitten, mit ihrer Magd oder Sklavin zu schlafen. Das aus dieser Verbindung hervorgegangene Kind wurde dann als rechtmäßig anerkannt und sicherte so die Nachkommenschaft. Es galt sogar als Sohn der unfruchtbaren Frau, da die Magd nur eine Leihmutter war.
Diese Methode wurde angewandt, um die Nachkommenschaft zu vermehren, wie es bei Jakob der Fall war (1. Mose 29.31).
Saras Vorschlag an Abraham, ihren Mann, entsprach dem damals praktizierten Kodex Hammurabi, stimmte aber nicht mit dem überein, was Gott zu Abraham gesagt und ihm verheißen hatte.